Am Los gescheitert

Tusem-Mädchen belegen bei der Deutschen Pokalmeisterschaft für Verbandsklassen in Ingolstadt den 9. Platz

Das war einfach nur riesengroßes Pech: Bei den Deutschen Pokalmeisterschaften für Verbandsklassen scheiterten Ulrike Kuhl, Emily Johann, Jennifer Lehnen und Svenja Berger nicht an ihrem spielerischen Vermögen, sondern nur am fehlenden Losglück, um den Sprung aus der Gruppenphase ins Viertelfinale zu schaffen.

Zwei der drei drittplazierten Teams kamen weiter, und ausgerechnet Tusem Essen als einer der Gruppendritten wurde nicht gezogen. Dabei hätten sich unsere Mädels, die sich zum ersten Mal für einen Wettbewerb auf nationaler Ebene qualifiziert hatten, die Möglichkeit mehr als verdient.

 Denn die kleine Truppe um Stephan Verhoven war alles andere als chancenlos eine Woche vor Pfingsten nach Ingolstadt-Gaimersheim gefahren, um mit vierzehn weiteren B-Damenmannschaften die Deutsche Pokalmeisterschaft auszuspielen.

Mittwochmittag machte sich Stephan mit Emily, Jennifer, Ulrike und Svenja auf den Weg. Bedingt durch den Kurz-Urlaubsverkehr dauerte die Fahrt geschlagene sieben Stunden. Damit musste leider die vorgesehene Trainingseinheit am Abend ausfallen.

Nach dem ausgiebigen Frühstück am Donnerstag ging es zum ersten Training. Auf bayrischen Dörfern ist die Welt noch in Ordnung: Gleich zwei Dreifachsporthallen mit jeweils 16 Boxen standen für die Meisterschaft zur Verfügung. Nach den üblichen Begrüßungsworten der Verantwortlichen des Ausrichters, des DTTB und der Oberbürgermeisterin begannen die Spiele in sechs Klassen. Für Tusem ging es zum Auftakt gegen die TGS Hausen. Leider konnten unsere Mädels ihre Nervosität nicht ablegen -- und lagen schnell mit 2:0 hinten. Ulrike konnte zwar verkürzen, doch bereits das Doppel ging wieder verloren. Und auch Emily scheiterte bei drei Matchbällen im fünften Satz. Damit war die erste Niederlage perfekt.

Am Abend galt es deshalb nur, die Mädels wieder aufzurichten und neue Motivation fürs zweite und dritte Spiel am Freitag zu sammeln. Dies übernahmen die angereisten Fans Sylvia und Roland Berger bei McDonalds.

Anscheinend bekam den Mädchen das frühe Aufstehen besser: Bereits um 9 Uhr stand am Freitag das zweite Gruppenspiel gegen ASG Altenkirchen an. Die Nervosität war gewichen und das Spiel wurde souverän mit 4:1 gewonnen. Mittags stand das nächste Spiel gegen SG Heidelberg an, das ebenfalls glatt mit 4:2 gewonnen wurde. Tusem lag auf dem zweiten Platz, das war schon eine Überraschung.

Am Nachmittag fuhren die Mädchen mit Sylvia und Roland ins nahe gelegende Outletcenter, um den Kopf wieder frei zu kriegen. Denn am Samstag stand das letzte Gruppenspiel  gegen die  ungeschlagende Mannschaft vom SV Kirchdorf an. Da war nichts zu machen: mit 1:4 ging das Spiel am Samstag verloren, Platz 3 lautete der Endstand in der Fünfergruppe.

Damit hieß es hoffen, denn das Schiedsgericht hatte entschieden, zwei der drei Gruppendritten per Losentscheid mit ins Viertelfinale zu nehmen. Doch da war für Tusem leider kein Glück im Spiel, unglücklicher kann man wirklich nicht ausscheiden. Kelkheim und Lichtenheim durften am Sonntag als Drittplazierte der beiden anderen Gruppen weiter spielen, überstanden aber beide das Viertelfinale nicht. Pokalsieger wurde am Ende der TuS Sande.

Am Sonntag ging es für das Tusem-Quartett zurück nach Essen -- diesmal ohne Stau.

Fazit: Die Pokalmeisterschaft war ein tolles Erlebnis mit einem unglücklichen Ende. Deshalb würden die Tusem-Mädchen gerne im nächsten Jahr einen neuen Anlauf nehmen. Leider ohne Emily Johann, die aus privaten Gründen Essen verlassen wird und sich deshalb beim TV Hille angemeldet hat. Viel Glück, Emily!

gez. Stephan

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