Eine Turnier-Premiere mit zwei Überraschungssiegern

 Unser erstes Doppel-Turnier für Spieler auf Kreisebene war ein voller Erfolg: Trotz der Hitze in der Halle kämpften 19 Doppel um den Sieg in der Hauptrunde oder der Trostrunde. Am Ende siegten Jörg Schmidt und Carsten Schulte-Tamburen in einer unerwarteten Final-Partie. Von wegen Bierbauch-Klasse!

 Was für eine Premiere: Unser erstes Doppel-Turnier für alle Spieler auf Kreisebene (und, weil es ja keine Kreisliga für Frauen gibt) für unsere Spielerinnen auf Bezirksebene, war voller Überraschungen. Die erste bereits vor dem ersten Spiel: Trotz der gefürchteten Hitze in der Halle an der Planckstraße gab es nur drei Absagen der gemeldeten 30 Doppel-Spieler. Dafür standen aber vier nicht gemeldete Doppel unerwartet auf der Matte, die wir jedoch kurzerhand in die vier Gruppen einsortierten. 19 Paare gingen schließlich in drei Fünfer- und einer Vierergruppe an den Start.

An dieser Stelle erstmal ein dickes Lob für alle Spieler, die wirklich alle mit großem Ehrgeiz an die Platten gingen und sehenswerten Sport boten. Respekt! Dazu ein Danke für Hans als Preissponsor, und gemeinsam mit Gregor und Michael für die organisatorische Hilfe. Und natürlich ein wirklich fettes Lob für Ernesto und Jon, die die Spielleitung souverän über die Bühne brachten.

 Denn immerhin standen bis 22 Uhr, bis der Sieger feststand, über 50 Spiele auf dem Plan, mit Siegerrunde, Trostrunde und Trost-Trost-Runde für die Tabellenletzten der drei Fünfergruppen. Aber Jon und Ernesto ließen sich nicht aus der Ruhe bringen (nicht mal vom manchmal nervenden Autor dieser Zeilen).

 Jetzt aber zum sportlichen Teil, und der hatte ein paar faustdicke Überraschungen zu bieten. Aber so war es ja auch geplant: Mancher Spieler, im Einzel eher leicht auszurechnen, entwickelt mit seinem Doppel-Partner eine kongeniale Stärke. Umgekehrt wird daraus schnell die Schwäche nicht eingespielter Paare.

 Wie sonst ist zu erklären, dass Michael und Salo, immerhin an drei gesetzt, zwei Fünf-Satz-Spiele abgeben mussten, und sich in der Trostrunde wiederfanden. Hier aber bis ins Endpiel kamen, und Ulrike und Svenja besiegten. Da waren übrigens Wen Jun und Sandra schon ausgeschieden (Viertelfinale), ebenso Thorsten und Joao, die im Viertelfinale noch Wolfgang und Marcus geschlagen hatten. Noch eine Überraschung: das auf dem Papier schwächste Doppel schaffte es immerhin ins Viertelfinale der Trostrunde.

 Das wollen wir natürlich nicht verschweigen: die Trost-Trost-Runde gewannen Werner und Werner, die sich tapfer durch die Hitze kämpften.

 Damit kommen wir zu den beiden Doppeln, die mit dem größten Kampf-Faktor ihre Gegner regelrecht niederkämpften, sich zum Teil mit Hechtsprüngen nach den Bällen warfen und das Wort Aufgeben an diesem Mittwochabend offenbar aus ihrem Wortschatz gestrichen hatten: Carsten und Jörg sowie Marco und Christian, die einen nur an 6, die anderen nur an 7 gesetzt.

Im Halbfinale wurde es dramatisch. Vielleicht hatten Hermann und Gerd gegen Gregor und Karl-Heinz in ihrem Fünf-Satz-Krimi zuvor zu viel Kraft gelassen. Marco und Christian jedenfalls hatten im Entscheidungsatz das Mini-Quäntchen mehr Luft -- Finale!

 Zwei Platten weiter wollten Bernd und Alex ihren Finaleinzug ebenfalls klar machen, doch da standen mit Jörg und Carsten zwei wild entschlossene Gegner an der Platte, die ebenfalls im 5. Satz das kleine Gramm Glück und Entschlossenheit mehr auf der Waagschale warfen und Bernd und Alex, als einziges Doppel mit über 3000 TTR-Punkten an 1 gesetzt, ein ums andere mal verzweifeln ließen. "In der Vorrunde haben wir uns schon gesagt, dieses Turnier holen wir uns und wir waren fest entschlossen", sagte hinterher Jörg. Im Finale ließen sie dann Marco und Christian keine Chance: 3:0.

 Am Ende waren sich alle sicher, dass dieses Turnier-Format für uns in der spielfreien Zeit genau das richtige Angebot für alle Spieler auf Kreisebene und Spielerinnen auf Bezirksebene ist. Auch als Veranstalter haben wir gelernt: mehr kalte Getränke und mehr Pizza, wird versprochen. Gespielt wurde von 18.30 bis 22 Uhr, akzeptabel für ein Turnier mit über 50 Spielen, bei der Hitze hätte es nicht schneller gehen dürfen, viel Pause war ohnehin nicht. Aber jeder sollte schon auf vier, fünf Spiele kommen. Ansonsten steht einer Neuauflage des Doppel-Turniers 2020 im nächsten Jahr eigentlich nichts im Wege. Wirklich gerne.

(Hans-Karl Reintjens)

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