Ernesto rettet das Unentschieden!
Ernesto behielt die NervenErnesto behielt die NervenUnsere 1. Jungen gab beim Aufsteiger in Menden einen unnötigen Punkt ab. Fünf von sechs Spielen gingen im 5. Satz verloren.
Ob es an der ungewohnten Höhenluft am Rande des Sauerlandes lag? An der langen Anreise? Oder am chaotischen Spielbeginn? Schwer zu sagen, jedenfalls gab unsere 1. Jungen in der NRW-Liga einen unnötigen Punkt ab. 7:7 hieß es nach über vier Stunden gegen den Bezirksliga-Aufsteiger TTG Menden.

Und beinahe hätten Melvin, Leon, Tim und Ernesto das Spiel noch verloren.

Dabei begann die Partie nach Maß: Tim und Ernesto siegten knapp gegen das Doppel-1 von Menden, Leon und Melvin locker gegen das Doppel-2. Allein, die Spieler waren in die falsche Spielbox gestiegen, die Doppel auf dem Spielblock ganz anders notiert. Da es das erste Spiel zwischen Tusem und Menden war, fiel der Fehler erst vor dem Start der Einzel auf. Was tun? Menden bestand auf eine Klärung per Telefon. Nach einigen Telefonaten war endlich Werner Almesberger vom WTTV erreicht: "Da müsst ihr die Doppel neu spielen." Eine Stunde war nun vorbei, Melvin, Leon und Tim sollten um 18.30 Uhr bei der 1. Mannschaft antreten. Das wäre nur bei einem schnellen 8:0 möglich gewesen, doch davon konnte keine Rede sein.

Denn die vier Jungs des Aufsteigers spielten um ihr Leben. Und unser Quartett war sich offenbar ihres Sieges zu sicher. Auf dem Papier sah die Sache ja auch klar aus, unsere Spieler standen von den TTR-Punkten her auf drei der vier Positionen höher. Und da man die Doppel-Wiederholung erneut klar gewann, schlich sich eine gewisse fahrlässige Spannungslosigkeit ein -- die bestraft wurde: Melvin (klar) und Leon (knapp 2:3) verloren zum Entsetzen des kleinen Tusem-Anhangs ihre beiden Spiele. Zum Glück holten Tim und Ernesto unten (gegen deutlich schwächere Gegner) ihre Punkte: 4:2.

Doch im oberen Paarkreuz war der Wurm vollends drin: Melvin und Leon verloren erneut, wenn auch knapp und unglücklich, 2:3. Als Tim und Ernesto ebenfalls ihren Team-Kollegen im Ergebnis folgten (beide 2:3) schien das Spiel gelaufen: 4:6. Nur ein kleines Mentalwunder konnte uns noch retten.

Und es geschah, die Jungs spielten auf einmal wie ausgewechselt. Warum, konnte keiner sagen: Aber von den vier Spielen 1 gegen 3 und 2 gegen 4 gewann Menden nur noch eins. Melvin und Leon siegten klar, und Ernesto, gerade noch 2:3 gegen einen Jungen mit 100 Punkten  weniger verloren, spielte Mendens 2er, der eben noch Melvin und Leon klar geschlagen hatte, in Grund und Boden und ließ ihm keine Chance: 3:1 -- und damit 7:7. Puh, so war wenigstens ein Punkt gerettet. Den Jungs wird es hoffentlich eine Lehre sein, künftig jeden Gegner ernst zu nehmen. In der NRW-Liga gibt es keine Geschenke.

 Hans-Karl Reintjens

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